Jahrestag der Deportation der Russlanddeutschen

Am 28. August 1941 ordnete der Oberste Sowjet der UdSSR die Deportation der Russlanddeutschen und die Auflösung der Wolgadeutschen Republik an. Die Wolgarepublik wurde zerschlagen und die Bewohner pauschal als Spione, Kollaborateure, Saboteure und feindliche Agenten deportiert. In Viehwaggons wurden die Russlanddeutschen nach Mittelasien und Sibirien verbracht, wo sie ausgesetzt wurden. Viele starben an Hunger und Kälte.

Im Erlass des Obersten Sowjets der UdSSRvom 28. August 1941 wurde behauptet: „Laut genauen Angaben, die die Militärbehörden erhaltenhaben, befinden sich unter der in den Wolgarayons wohnenden deutschen Bevölkerung Tausendeund Abertausende Diversanten und Spione, die nach dem aus Deutschland gegebenen SignalExplosionen in den von den Wolgadeutschen besiedelten Rayons hervorrufen sollen.“ Dossier: Russlanddeutsche (Erstellt am 24.07.2017) S.15. In: bpb.de „Im Laufe des Herbstes fand die Deportation aller Deutschen aus dem europäischen Teil der UdSSR, aus Georgien, Armenien und Aserbaidschan statt.18.600 Männer aus der Ostukraine wurden sofort in Lager des Gulag im Ural überstellt…“