Wanderausstellung in Düsseldorf

 Pressemitteilung
anlässlich der Eröffnung der Wanderausstellung über Deutsche aus Russland
am 23. November 2016 im Gerhart-Hauptmann-Haus Düsseldorf

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Spuren und Emotionen Deutsch-Russischer Verknüpfungen.
Eine von der Bundesregierung geförderte Wanderausstellung über die Geschichte und Integration der Russlanddeutschen macht Halt vom 23. November bis 15. Dezember 2016 im Gerhart-Hauptmann-Haus Düsseldorf Deutsche aus Russland. Geschichte und Gegenwart“. „Wurzeln schlagen und die Gesellschaft stärken“, das ist der Leitgedanke der neuen Wanderausstellung „DEUTSCHE AUS RUSSLAND. Geschichte und Gegenwart“ im Gerhart-Hauptmann-Haus Düsseldorf, die vom 23. November bis 15. Dezember 2016 von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland mit Sitz in Stuttgart präsentiert wird. Diese Wanderausstellung ist Teil eines bundesweiten Integrationsprojektes, gefördert vom Bundesministerium des Innern, Berlin, und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Nürnberg.
Eröffnet wird die Ausstellung am Mittwoch, 23. November 2016, um 16 Uhr mit Grußworten, Vortrag, Film und Führung durch die Ausstellung im Gerhart-Hauptmann-Haus Düsseldorf, Bismarckstr. 90. Der Eintritt ist frei.
Die Grußworte zur Ausstellungseröffnung sprechen: Dr. Sabine Grabowski, Gerhart-Hauptmann-Haus Düsseldorf, Alexander Kühl, Vorsitzender der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Dr. Eugen Eichelberg, Vorsitzender der Ortsgruppe Düsseldorf der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland.
Musikalisch umrahmt wird die Eröffnungsveranstaltung durch die Düsseldorfer Chorgemeinschaft Ostpreußen-Westpreußen-Sudetenland unter der Leitung von Radostina Hristova und den Chor Echo aus Düsseldorf unter der Leitung von Vera Weinmeier. Der Projektleiter Jakob Fischer, selbst Deutscher aus Kasachstan, führt mit einer Power-Point-Präsentation in die Ausstellung ein und zeigt auf Großleinwand Kurzfilme über die Geschichte und Integration der Deutschen aus Russland. Er informiert mit interessanten Dokumentationen über die Geschichte dieses leidgeprüften Volkes, benennt Beispiele von Zusammenleben, von glücklichem Ankommen, von neuen Wurzeln, neuer Heimat, verständnisvollem Miteinander. Es ist auch die Präsentation eines weiteren Exemplars der Ausstellung als Unterrichtsprojekt zum Thema Migration und Integration in Deutschland am Beispiel der Deutschen aus Russland in einigen Schulen in Düsseldorf geplant.
– Viele Deutsche folgten dem Ruf der russischen Zarin –
Die Ausstellung selbst zeigt mit Tafeln und Schaubildern, Vorträgen und Filmen das wechselvolle Schicksal und illustriert die Historie und die kulturellen Verknüpfungen der Russlanddeutschen mit dem riesigen Land Russland. Die Ausreise der Deutschen aus verschiedenen deutschen Kleinstaaten nach Russland hängt mit dem Manifest der Zarin Katharina II. zusammen, die von 1762 bis 1796 das Russische Zarenreich regierte. Die Auswanderung erfolgte angefangen von 1764 /1765 bis 1862 mit der Gründung von 3.536 deutschen Siedlungen an der Wolga, in der Ukraine, im Kaukasus, Wolhynien und Bessarabien. Diese deutschen Kolonien wurden streng nach der Religionszugehörigkeit in den von Russland neueroberten Gebieten der ehemaligen Weltreiche der Mongolen und Osmanen angelegt. Doch bereits im Mittelalter siedelten Deutsche im Baltikum, ab dem 16. Jahrhundert in Moskau und ab 1703 in St. Petersburg. Die Ausstellung zeigt diese interessante Geschichte, aber auch die Kriegsfolgenschicksale der Deutschen aus Russland, welchen Vorurteilen die Russlanddeutschen in Deutschland begegneten und begegnen und wie ihre Integration gelingt.
– Deutsche in Russland: von Vorbild zum Sündenbock –
Die heimisch gewordenen und seit fast 200 Jahren hoch geachteten Russlanddeutschen mussten jedoch nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Jahr 1941 dort einen unbeschreiblichen Leidensweg antreten. Zigtausende Russlanddeutsche verloren ihr Leben durch Deportation, Verschleppung und Ermordung, weil der sowjetische Diktator Stalin sie der Kollaboration (Zusammenarbeit) mit Hitler-Deutschland verdächtigte.
– Deutsche in der Sowjetunion zwischen Bleiben und Gehen –
– Die Rückkehr nach Deutschland –
Hunderttausende kamen in den 1990er Jahren zurück in das Land ihrer Vorfahren, das für sie als Synonym für Hoffnung und Gerechtigkeit stand – Deutschland. Vorurteile und Ablehnung schlugen vielen von ihnen entgegen von Menschen, denen alles Fremde fremd ist. Seit 1950 konnten rund 2,8 Millionen deutsche Aussiedler aus der ehem. UdSSR nach Deutschland zurückkehren, dank geduldiger Diplomatie und erfolgreicher Entspannungspolitik besonders nach 1990. Die Ausstellung dokumentiert auch, wie die russlanddeutschen Rückkehrer unter oftmals schwierigen Bedingungen in Deutschland wieder Fuß fassten, ihre Integration in die Nachkriegsgesellschaft geschafft haben und wie gerade in Nordrhein-Westfalen Deutsche aus Russland heute das Land in vielfacher Weise mitgestalten. Der Eintritt ist frei. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.
Für Rückfragen und Anmeldung für Führungen durch die Ausstellung: Jakob Fischer unter Tel. 0171 40 34 329, Email: j.fischer@lmdr.de; Dr.-Phil. Eugen Eichelberg unter Tel. 01520 9592401,  lmdrduesseldorf@gmail.com . Mehr Informationen unter: www.deutscheausrussland.de; www.lmdr.de; Facebook: http://facebook.de/lmdr.ev ; http://www.facebook.com/lmdr.duesseldorf ; Google+: http://bit.ly/2g4DCDT

One thought on “Wanderausstellung in Düsseldorf”

  1. Liebe Landsleute, wir laden euch herzlich zur Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 23. November, um 16 Uhr, ein. Sie findet mit einem tollen Programm bei freiem Eintritt im Gerhart-Hauptmann-Haus statt. Wir freuen uns auf euer Kommen!
    Der Vorstand der OG Düsseldorf, Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V.

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